Jochen Haußmann (FDP): Windkraft im Remstal beenden

PM 18/6 vom 19. Juni 2018

Umstrittene Windkraftstandorte aus der regionalen Planung nehmen

Den förmlichen Abschied von den Windkraftstandorten auf der Buocher Höhe und „endlich ein Umschwenken auf die Fotovoltaik“, fordert der Landtagsabgeordnete Jochen Haußmann (FDP). „Windkraft im Rems-Murr-Kreis und speziell im Remstal ist kein Erfolgsmodell, deswegen sollte der Verband Region Stuttgart die Konsequenzen ziehen und alle noch nicht umgesetzten Standorte aus seiner Planung streichen.“ Wenn sich aus den vorliegenden Daten des Standorts Goldboden etwas lernen lasse, dann „dass hier mit politischen Mitteln von der Landesregierung über die EnBW etwas mit dem Argument Energiewende durchgesetzt wurde, dass wirtschaftlich fragwürdig ist.“ Die aktuelle Entwicklung bei der Genehmigung von Windkraftanlagen spreche dafür, „auf Windradstandorte weiter keine Energie zu verschwenden.“

Erst war der Rems-Murr-Kreis die Hochburg der Windkraftstandorte in der regionalen Planung. Seitdem bröckeln die Windkraftstandorte einer nach dem anderen: „Von 87 Gebieten beim Start sind wir auf 41 im Vorentwurf runter. Jetzt sind noch 33 in der Pipeline, drei sind noch offen“, fasst der FDP-Regionalfraktionsvorsitzende Kai Buschmann als Mitglied im Planungsausschuss der Region den aktuellen Stand zusammen. Jochen Haußmann sieht in der Entwicklung seine Position bestätigt, „ich habe von Anfang an gegen Windräder plädiert, weil das Konzept nicht zum Standort passt.“

Gefallen sind zuletzt die Standorte WN-13 (Hoblerberg Murrhardt), WN-18 (Jux, Rudersberg), WN-19 (Hörnle Winnenden), WN-35 (Kaiserstraße Schorndorf), WN-29 (Hohbergkopf Plüderhausen-Welzheim) und strittig ist unter anderem WN-25 (Boucher Höhe 1, Waiblingern Korb). Jochen Haußmann würde zu letzterem auch gerne den Standort WN-26 (Buocher Höhe 2, Remshalden) dazu nehmen, wenn er fordert, „dass es jetzt an der Zeit ist, das Windkraftabenteuer auf den Höhen des Remstals zu beenden.“ Die beiden Standorte sollten aus der ohnehin immer noch vorläufigen Windkraftplanung der Region herausgenommen werden. Der Standort Buocher Höhe 1 (Waiblingen, Korb) sei vermutlich ohnehin nur noch enthalten, „weil sich der Waiblinger Oberbürgermeister Hesky in den Kopf gesetzt hat, den durchzusetzen.“

Der Landschafts- und Umweltschutz, der die vorgenannten Standorte hat kippen lassen, die schon nicht mehr weiterverfolgt werden, sind das eine. Jochen Haußmann sieht aber auch wirtschaftliche Argumente für ein Ende der Windkraftplanung: zu wenig Wind. Die Vergabeergebnisse bei der Bundesnetzagentur sprechen für ihn eine klare Sprache. „Im April haben ausschließlich Gebote für Solaranlagen Zuschläge erhalten. „Im Wettstreit setzt sich eben die Technologie durch, die zu den geringsten Kosten anbieten kann“, hat Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur erklärt. „Dem kann ich mich nur anschließen. Daraus muss die Energiepolitik im Land endlich Konsequenzen ziehen.“, fasst Jochen Haußmann zusammen.

 

 


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